Wohngeld-Rechenbeispiele für Hamburg
Wie wirkt sich Ihre Miete auf das Wohngeld aus – und was passiert, wenn sie über dem Höchstbetrag liegt? Drei durchgerechnete Beispiele zeigen die Logik der Wohngeldberechnung für die Mietstufe 6.
Die Höchstbeträge der Mietstufe 6 (2026)
Bis zu diesen Beträgen wird die Bruttokaltmiete bei der Berechnung berücksichtigt. Der Höchstbetrag setzt sich aus Grundbetrag, Heizkostenzuschlag und Klimazuschlag zusammen:
| Haushalt | Höchstbetrag |
|---|---|
| 1 Person | 744,60 € |
| 2 Personen | 912,40 € |
| 3 Personen | 1.086,80 € |
| 4 Personen | 1.267,20 € |
| 5 Personen | 1.447,60 € |
| jede weitere Person | + 181,40 € |
Beispiel 1: Alleinstehend, Miete unter dem Höchstbetrag
Bruttokaltmiete 650 Euro, Bruttoeinkommen 1.900 Euro im Monat.
Die Miete (650 €) liegt unter dem Höchstbetrag für eine Person (744,60 €) und wird vollständig berücksichtigt. Vom Einkommen gehen pauschal 30 Prozent für Steuern und Sozialversicherung ab – es verbleiben rund 1.330 Euro. Die Einkommensgrenze für eine Person (2.275 €) ist damit deutlich eingehalten. Den genauen Wohngeldbetrag ermittelt die Formel; zur Orientierung: Der Hamburger Durchschnitt lag 2023 bei 318 Euro.
Beispiel 2: Familie mit einem Kind, mittlere Miete
Drei-Personen-Haushalt, Bruttokaltmiete 1.050 Euro, Bruttoeinkommen 3.200 Euro.
Die Miete bleibt unter dem Höchstbetrag von 1.086,80 Euro und wird voll berücksichtigt. Nach 30 Prozent Abzug verbleiben vom Einkommen rund 2.240 Euro – unter der Einkommensgrenze für drei Personen (3.826 Euro). Auch hier gilt: Der konkrete Betrag folgt aus der gesetzlichen Formel.
Beispiel 3: Miete über dem Höchstbetrag
Alleinstehend, Bruttokaltmiete 900 Euro.
Bei einer Miete über 744,60 Euro wird nur der Höchstbetrag berücksichtigt – der Mehrbetrag von 155,40 Euro bleibt bei der Berechnung außen vor. Der Anspruch entfällt dadurch nicht, er fällt nur nicht höher aus.
Wichtig für Ihre Einschätzung Die Beispiele zeigen die Logik der Berechnung – keine verbindlichen Beträge. Den genauen Anspruch ermittelt die Wohngeldstelle mit den gesetzlichen Tabellen. Dafür braucht sie Ihre Angaben zu Miete, Einkommen und Haushaltsgröße.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich mein Wohngeld selbst ausrechnen?
Die Logik ja, den exakten Betrag nein: Die Berechnung nutzt gesetzliche Koeffizienten, die nur die Wohngeldstelle verbindlich anwendet. Unsere Beispiele helfen Ihnen, Ihren Anspruch realistisch einzuschätzen.
Was passiert, wenn meine Miete über dem Höchstbetrag liegt?
Dann wird nur der Höchstbetrag berücksichtigt – der darüber liegende Teil Ihrer Miete erhöht das Wohngeld nicht. Der Anspruch selbst entfällt dadurch nicht.
Wie viel Wohngeld steht mir bei 1.900 Euro Einkommen zu?
Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil neben dem Einkommen auch Miete und Haushaltsgröße zählen. Beispiel 1 zeigt die Größenordnung: Ein Anspruch ist klar möglich, die genaue Höhe berechnet die Wohngeldstelle.
Gibt es einen offiziellen Wohngeldrechner?
Ja, die Stadt Hamburg stellt auf hamburg.de einen Wohngeldrechner bereit, mit dem Sie eine erste Einschätzung erhalten. Die verbindliche Berechnung übernimmt anschließend die Wohngeldstelle mit den gesetzlichen Tabellen.